Verstopfung beim Meerschweinchen

Es hört sich harmlos an und ist für Menschen zunächst kein Grund, zum Arzt zu gehen: die Verstopfung. Aber bei Meerschweinchen kann eine Verstopfung lebensbedrohlich sein. Deshalb ist es wichtig, nicht den Fehler zu begehen, mit dem Tierarztbesuch abzuwarten.
 

Das Problem reguliert sich nicht von selbst. Auch das Verabreichen von Öl etc. sollte der verantwortungsbewusste Tierhalter auf keinen Fall ohne Absprache mit dem Tierarzt vornehmen. Ein Meerschweinchen mit Anzeichen von Verstopfung gehört umgehend in tierärztliche Hände.

 

Die ersten Symptome zu erkennen, ist für den Tierhalter schwierig, aber bei regelmäßiger Beobachtung der Tiere durchaus möglich: Die Tiere sitzen angespannt im Gehege. Sie hocken und vermeiden es, sich ausgestreckt hinzulegen. Häufig krümmen sie den Rücken und wirken beim Kotabsetzen verspannt, da es Kraft kostet, sich zu lösen. Der abgesetzte Kot ist kleiner als sonst, und die Tiere koten auch erst wieder nach mehreren Stunden. Meist wird das Fressen verweigert. Hier ist bereits der Zeitpunkt gekommen, das Tier sofort zum Tierarzt zu bringen.

 

Eine Änderung des Gesundheitszustandes kann der Tierhalter frühzeitig feststellen, indem er die Tiere regelmäßig wiegt. Gewichtsverringerungen sind meist Hinweis auf eine Erkrankung. Fragen Sie Ihren Tierarzt, wie viel Gramm Gewichtsverlust pro Woche unbedenklich sind. In der Regel sind Schwankungen um 50 g pro Woche normal.

 

Eine Verstopfung kann verschiedene Ursachen haben: z. B. Haarballenbildung, Verschlucken von Einstreu, verschluckte Fremdkörper aus Gummi oder Plastik. Ein Befall von Hefepilzen und Aufblähungen im Darm können ebenfalls Verstopfungen hervorrufen. Aber häufig liegt eine falsche Fütterung zugrunde. Getreidehaltiges Trockenfutter, Futterpellets, ungesunde zuckerhaltige Snacks oder getrocknetes Gemüse gehören nicht auf den Speiseplan. Heu, variationsreiches Frischfutter, Grünfutter und Kräuter sind für die putzigen Meerschweinchen genau richtig.