Achtsamkeit bei vermehrtem Durst ...

Die eitrige Entzündung der Gebärmutter (Pyometra) ist ein recht häufiges Krankheitsbild der erwachsenen oder älteren nicht kastrierten Hündin (möglich auch bei der unkastrierten Katze).

Gegen Ende der Läufigkeit während der empfängnisbereiten Phase der Hündin, ist der Muttermund geöffnet und es können Bakterien bis in die Gebärmutter aufsteigen.

Kommt es zusätzlich noch zum hormonellen Ungleichgewicht oder einer Beeinträchtigung des Immunsystems, z. B. durch Stress, ist der Körper nicht in der Lage diese Keime selber zu vernichten. Kommt es im weiteren Zyklusverlauf dann zur Schließung des Muttermundes, kann es zur Infektion kommen. Da das Hormon Progesteron auch die Aufgabe hat, eine Abwehr auf befindliche Zellen in der Gebärmutter zu unterdrücken, haben  Bakterien gute Bedingungen, sich zu verbreiten.

Es entsteht eine Eiteransammlung in der Gebärmutter. Bei nicht vollständig geschlossenem Muttermund fällt ein eitriger Vaginalausfluss auf. Zirka 2-3 Monate nach der letzten Läufigkeit/Hitze (bei Katze: Rolligkeit) kann es bei der Hündin zu Apathie, Fieber, Hinterhandschwäche und vermehrtem Durst (dadurch vermehrtem Urinabsatz) kommen.Oft stellen Tierhalter in dieser Phase die Hündin beim Tierarzt vor. 

Zur Erklärung: Gifte, die von den Bakterien gebildet werden, beeinflussen die Konzentrationsfähigkeit der Niere. Es kommt zur vermehrter Urinproduktion und vermehrtem Trinken. Für Tierhalter ist es wichtig, ihr Tier genau zu beobachten. Denn bei dieser eitrigen Entzündung, ist die Früherkennung – wie bei vielen anderen Erkrankungen – entscheidend. Länger andauernde Entzündungsprozesse können die Gebärmutter porös werden lassen, so dass Eiter in die Bauchhöhle gelangen kann: eine gefährlich Situation.

Und: Entdeckt man die Erkrankung zu einem frühen Zeitpunkt, kann der Tierarzt eine drohende, dauerhafte Nierenfunktionsstörung vermeiden. Zu Diagnosestellung gehören in der Regel eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes sowie eine Blutuntersuchung. Um die Hündin dauerhaft von dieser Entzündung zu befreien, werden Eierstöcke und Gebärmutter operativ entfernt (Ovariohysterektomie).

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