Allgemeines

Was ist eigentlich ein Notfall?

Allzu oft landen Fälle beim Notdienst, die auch in den normalen Sprechzeiten hätten behandelt werden können.

Im Notfalldienst werden Patienten außerhalb der üblichen Sprechzeiten, nachts, an Wochenenden und Feiertagen tierärztlich versorgt. Zeigt das Haustier aber schon seit einiger Zeit Symptome, die den Tierhalter nun plötzlich beunruhigen, sollte man überlegen, ob der Tierarztbesuch auch bis zum nächsten Werktag warten kann. Denn der Notfalldienst sollte Notfällen vorbehalten sein.

Außerdem muss dem Tierbesitzer bewusst sein, dass auch aufgrund der Bereitstellung des Personals für den Notdienst die Kosten für eine Notfallbehandlung um ein Mehrfaches über denen einer Behandlung innerhalb der normalen Sprechzeiten liegen. Einen Notfall am eigenen Haustier zu erkennen, ist durch die emotionale Verstrickung nicht immer leicht. Routinebehandlungen, Impfungen oder Behandlungen von Erkrankungen, die bereits seit Längerem bestehen und nicht lebensbedrohlich sind, sind keine Notfälle.

Im Notfalldienst werden Patienten nach einem Unfall, mit lebensbedrohlichen Erkrankungen oder starken Schmerzen behandelt. Die Notfallbehandlung soll den Patienten stabilisieren und, sofern er Schmerzen hat, diese lindern.

Die Bundestierärztekammer (BTK) hat zu diesem Thema einen Flyer „Schnelle Hilfe für Hund, Katze & Co.“ herausgegeben, um Tierbesitzer über den tierärztlichen Notdienst für Klein- und Heimtiere zu informieren.

Die Broschüre gibt Antworten auf häufige Fragen und Tipps, wie man einen Notfall erkennt und richtig damit umgeht. In einige Praxen/Kliniken liegt die Broschüre aus.

Einsehbar ist sie unter:  https://www.bundestieraerztekammer.de/presse/2019/08/notdienst-flyer.php

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 Preisanpassung für tierärztliche Leistungen

Die Gebühren für tierärztliche Leistungen wurden durch eine „Änderung der Tierärztegebührenordnung“, einer Verordnung des Bundes, nach neun Jahren erstmals pauschal um 12 Prozent angepasst. § 4 der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) schreibt vor, dass eine Unterschreitung der einfachen Gebührensätze grundsätzlich nicht zulässig ist. Tierärtze sind daher gehalten, ihre Preise entsprechend anzupassen. Eine allgemeine Angleichung der Vergütung tierärztlicher Leistungen an die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist seit mittlerweile neun Jahren nicht erfolgt. Die Höhe der aktuellen Anpassung entspricht aber noch nicht einmal dem Infl ationsausgleich und ist dementsprechend äußerst maßvoll. Überdies sind die Praxiskosten, die bis zu 75 Prozent des Umsatzes betragen, in weit höherem Maße gestiegen als die Infl ationsrate. Das liegt vor allem an gestegenen Kosten für medizinische Geräte, Personal, Versicherungen, Entsorgung und Energie. In den letzten Jahren wurden den praktizierenden Tierärzten darüber hinaus ohne Gegenleistung zahlreiche zusätzliche Verpfl ichtungen im Rahmen der Qualitätssicherung auferlegt. Dazu gehören Fortbildungsverpflichtungen und Dokumentationspfl ichten, die erhebliche Investitionen in die Computertechnik/Software und einen hohen Zeitaufwand verursachen.


Wozu gibt es überhaupt eine Gebührenordnung?


Die gesetzliche Gebührenordnung sorgt für Transparenz und schützt den Tierhalter vor Übervorteilung. Ein Wettbewerb zwischen den Tierärzten soll vorwiegend über die Leistung und weniger über den Preis stattfinden. Eine angemessene gesetzliche Vergütung stellt sicher, dass Tierärztedem Qualitätsanspruch der Tierhalter, z.B. durch Fortbildung und Investitionen nachkommen können und sichert die wirtschaftliche Grundlage für den ordnungsgemäßen Betrieb einer tierärztlichen Praxis und für tierärztliche Leistungen in der erforderlichen Sorgfalt. Ein hohes Qualitätsniveau der tierärztlichen Leistung dient dem Tierschutz. In landwirtschaftlichen Betrieben dient es außerdem dem Verbraucherschutz durch gesunde und rückstandsfreie Tiere.

www.bundestieraerztekammer.de

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Datenschutz akzeptieren