Zeckenmittel nur mit tierärztlichem Rat

Vielen Hundehaltern geht es nach dem ersten richtigen Frühlingsausflug vielleicht ähnlich:

Im Fell ihres Lieblings krabbelt ein winziges spinnenähnliches Getier herum oder hat sich sogar schon festgesaugt und steckt nun wie eine kleine Warze in der Hundehaut – eine Zecke! Zecken werden bei Temperaturen ab sieben Grad aktiv und begeben sich auf die Suche nach einem Opfer, dessen Blut sie saugen können. Sie verlassen dafür die schützende Laubschicht, in der sie den Winter überdauert haben und lauern im hohen Gras und Gebüsch auf ihre warmblütigen Wirte.

 

Meist werden die Plagegeister ausdem Gras und Gesträuch abgestreift, sie bohren sich aber nicht gleich fest, sondern suchen zunächst bis zu zwei Stunden lang nach einer geeigneten dünnhäutigen Körperstelle wie die Innenseite der Schenkel, Kopf, Ohren, Zwischenzehenbereich, Afterregion oder den Unterbauch. Noch nicht ausgewachsene Zecken, die Larvenund Nymphen, sind besonders an Ohrrändern, Ohrmuscheln, Augenlidern und im Schnauzenbereich zu finden. Nach dem Spaziergang sollte der Hund darum immer besonders gründlich vor allem in diesen Bereichen auf Zecken untersucht werden. So hat man die Chance, den Parasiten zu entfernen, bevor er mit seiner Blutmahlzeit beginnt. Wirksame Mittel, die Zecken abhalten oder sogar töten, gibt es in der Tierarztpraxis. Es ist wichtig, dass Sie sich beraten lassen, denn bei unsachgemäßer Anwendung können die Medikamente besonders für Katzen gefährlich sein.

 

Problematisch ist, dass mit dem Speichel der Zecke gefährliche Krankheitserreger abgegeben werden. Da einige dieser Erreger erst nach zwölf bis 24 Stunden übertragen werden, ist eine rasche Entfernung der Zecke wichtig! Für Hunde relevante Krankheiten sind z.B. die durch den „Holzbock“ übertragene Borreliose und die Babesiose, die von der Auwaldzecke verbreitet wird. Sie ist mittlerweile in ganz Deutschland anzutreffen.

 

Die Gefahr einer Infektion infolge eines Zeckenbisses ist regional unterschiedlich. Dazu berät der Tierarzt – er weiß auch, welche Mittel in welcher Situation, z.B. auf Reisen, sinnvoll sind.

Textquelle: www.bundestieraerzteverband.de

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Datenschutz akzeptieren